Was macht ein gutes Blog aus?
Bloggen kann jeder. Heute gibt es zahlreiche Anbieter kostenloser Blogsoftware im Internet. Doch wenn das Blog einmal steht, wie führt man es dann so, dass es auch Leser hat?
In der Welt 2.0 ist es einfach, der ganzen Welt seine Gedanken mitzuteilen. Viele tun dies mittels eines Blogs. Ein Blog zu erstellen ist hier nur der erste Schritt. Danach bedarf es weiterer.
Sieht man sich die Geschichte der Schriftstücke an, so war es nie einfacher als heute, seine Gedanken und Meinungen mit vielen Menschen zu teilen. Musste früher noch alles per Hand und Bücher zur Vervielfältigung abgeschrieben werden, so kann heute jeder mit Hilfe des Internets sehr schnell Schrift verbreiten. Im so genannten Web 2.0 geht es vor allem um die Teilnahme aller am Informationsfluss. Jeder hat die Möglichkeiten, die er dafür benötigt.
So werden in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter Fotos, Befindlichkeiten und Videos geteilt. Wer es persönlicher mag, schreibt ein Internettagebuch, ein Blog. Nutzt man hierfür die bekannten Blog-Anwendungen, so ist es kaum ein Problem, Leser zu finden. Die gängigen Suchmaschinen bieten automatische Feedreader an, mit denen man schnell über sein Thema oder seine Keywords gefunden wird.
Doch die Anzahl der Leser oder besser Besucher sagt noch nichts darüber aus, wie intensiv das Blog genutzt wird. Hierfür gibt es wiederum andere Werkzeuge, mit denen sich ermitteln lässt, wie oft ein Besucher wiederkommt und wie lange er bei seinen Besuchen bleibt und sogar, welche Beiträge er gelesen hat.
Je mehr Menschen sich für ein bestimmtes Thema interessieren, umso sinnvoller ist es auch, ein Blog zu diesem Thema aufzusetzen und zu versuchen, dieses zu monetarisieren. Das funktioniert über Werbung in Suchmaschinen oder über Kooperationen mit themenverwandten Firmen. Ein Blog über Damen-Uhren wird sich daher sinnvollerweise mit einem Hersteller von Uhren verlinken, wenn möglich. Darüber hinaus können Anzeigen in sozialen Netzwerken geschaltet und diese auch direkt als Marketinginstrument genutzt werden. Auch eine Verlinkung mehrerer Blogs untereinander kann sinnvoll sein, um den Wert einer Seite innerhalb von Suchmaschinen zu erhöhen. Allerdings sollte man dies nicht übertreiben, weil die Suchmaschinen hierauf oft reagieren und diese Seiten aus den Suchergebnissen werfen.
Viele Rechtsanwälte haben in den vergangenen Jahren mit folgendem Slogan geworben: „Abmahnung erhalten?“. Der Grund dafür ist eine im Grunde gute Regelung des deutschen Rechts: die Impressumspflicht. Jeder, der in Deutschland ein Blog oder eine Webseite betreibt, ist gesetzlich verpflichtet, ein Impressum auszuweisen. Werden im Blog allerdings absichtlich oder vermeintlich Markenrechte verletzt, kann es zu einer Abmahnung kommen. Manche Anwälte haben sich förmlich darauf spezialisiert, Abmahnungen an Blogger zu verteilen. Hier gilt wie immer bei Äußerungen in Wort und Schrift: besser einmal zu viel recherchiert als eine Abmahnung kassiert. Wer also beispielsweise ermittelt hat, dass ein Blog über Detektei sich gut verkaufen lässt, sollte darauf achten, auf diesem Blog die Markenrechte anderer zu wahren. Am einfachsten geht dies, wenn möglichst wenig Bilder oder Videos in die Texte eingebunden werden.